Löschgruppenfahrzeug - LF 8/6

Das Löschgruppenfahrzeug 8/6, kurz LF 8/6, ist ein modernes Feuerwehrfahrzeug. Es eignet sich zur Brandbekämpfung sowie zur technischen Hilfeleistung im kleineren Umfang. Nachfolgend möchten wir unser Fahrzeug vorstellen und seine Besonderheiten erläutern. Lassen Sie sich überraschen, was alles in einem solchen Einsatzfahrzeug steckt.
Ein wesentlicher Vorteil dieses Fahrzeugs ist der Aufbau der Geräteräume. Die Firma „Metz“ hat es ermöglicht, den räumlichen Platz in den Geräteräumen flexibel zu gestalten. Durch ein Baukastensystem können Schubladen, Halterungen, etc. ohne lange Werkstattaufenthalte und von der Feuerwehr vor Ort, an die sich ändernden Gegebenheiten und Vorschriften angepasst werden.
Durch seine integrierte, automatische Feuerlöschkreiselpumpe FP 8/8, Typ Rosenbauer R 240, und seinem 600 l fassenden Wassertank ist es nun auch möglich, Brände effektiv zu löschen. Das LF 8/6 verfügt darüber hinaus über eine Schnellangriffseinrichtung, also einem 30m langem, formstabilen Schlauch, der auf einer Schlauchhaspel extrem schnell einsatzbereit ist. Bei kleineren Bränden (z.B. einer Mülltonne) kann so viel Zeit gespart werden, die ansonsten für das Legen einer Schlauchleitung nötig wäre.

Das LF 8/6 hat neben seinem Wasservorrat auch 3×20 l Schaummittelkonzentrat geladen. Ein Zumischer Z4 sowie ein Schaumrohr S/M 15/75 ist hierfür verlastet. Somit können mit diesem Fahrzeug auch Einsätze mit Sonderlöschmittel-Bedarf bewältigt werden.

Das Fahrzeug ist ideal für die Bedürfnisse des Löschzuges Zewen zugeschnitten. Da sich das Einsatzgebiet auch über große Waldgebiete erstreckt, ist ein weiteres Plus in unwegsamer Umgebung das geländefähige Fahrgestell und Allradantrieb des Atego 917.


Eine weitere Innovation ist die Tragkraftspritze FP 8/8, welche auf einem pneumatischen Schlitten leicht auf dem Fahrzeug zu verstauen ist. Mit dieser tragbaren Pumpe ist die Besatzung in der Lage eine zusätzliche, fahrzeugunabhängige Wasserversorgung aufzubauen.
Durch die Tragkraftspritze können zudem Wasserentnahmestellen erreicht werden, die für das Fahrzeug (auf Grund der Größe oder des Gewichts) nicht erreichbar sind. Mit einer elektrischen Tauchpumpe verfügt das Löschgruppenfahrzeug also über insgesamt drei Pumpen für verschiedenste Anforderungen.

Auch bei nächtlichen Einsätzen zeigt das LF 8/6 seine Stärken, da auf einem tragbaren Stativ zwei Strahler befestigt werden können. Am Fahrzeug selbst kann vorne oder hinten bei Bedarf ein zusätzlicher Strahler eingesetzt werden. Der Strom für die Beleuchtung liefert dabei ein Stromerzeuger mit einer Leistung von 9 KVA, der auch je nach Bedarf entnehmbar ist.

Das Herzstück einer jeden Brandbekämpfung ist der Innenangriff, dieser ist ohne einen Atemschutz jedoch unmöglich. Das LF 8/6 verfügt aus diesem Grund über insgesamt 4 Atemschutzgeräte und dem entsprechenden Zubehör. Es ist also möglich, 2 Atemschutztrupps in den Einsatz zu schicken. Zwei dieser Atemschutzgeräte sind im Mannschaftsraum angebracht, so dass sich ein Trupp bereits während der Fahrt zur Einsatzstelle damit ausrüsten kann.
Die technische Ausstattung hierzu ist üppig bemessen, und umfasst neben 4 Schlauchtragekörben, einem Schlauch-Pack C 30m, auch einen neuwertigen mobilen Rauchverschluss. Zum Brandeinsatz stehen 4 Hohlstrahlrohre bereit.
Besonders die reichhaltige Ausstattung an Schläuchen, garantiert eine hohe Flexibilität. So stehen neben den Schlauchtragekörben, 11x B 20 Rollschläuche, 1x B 20 Rollschlauch mit angeschlossenem Verteiler, auch noch 4x C 15 Rollschläuche zur Verfügung.

Die Beladung zur einfachen technischen Hilfeleistung umfasst neben einem Werkzeugkasten, einen Trennschleifer, eine Kettensäge, Bügelsäge, verschiedene Brechwerkzeuge wie Brechstange und Halligan-Tool, Bolzenschneider, Rüsthölzer, Besen, Schaufeln, Spaten, Einreißhaken, Dunghaken, Auffangwanne, Säcke mit Bindemittel, eine vierteilige Steckleiter, verschiedenes Unterbaumaterial, 6 Handlampen, mehrere Schlauchhalter und viele weitere Gerätschaften, die das Fahrzeug abrunden.
Eine Ergänzung des Fahrzeuges mit Schere und Spreizer kann jederzeit nachgezogen werden, um auch größere technische Hilfeleistungen bewältigen zu können.
Für eine Verletztenversorgung und Betreuung, ist das Fahrzeug mit einer Krankentrage, einem Notfallrucksack für 1. Hilfe, sowie einem San-Kasten ausgestattet.
Das LF 8/6 verfügt weiterhin über eine moderne Blaulichtanlage, mit der Möglichkeit entsprechende Durchsagen über Lautsprecher abzugeben.
Das LF 8/6 besitzt folgende Aufgaben:
• Durchführung eines Löschangriffes mit 600 Liter Wassertank,
• Förderung von Wasser über lange Strecken und bei Hochwassereinsätzen,
• Hilfeleistungen kleineren Umfangs



Daten zum LF8/6 Metz:
• Gruppenbesatzung: 1 Gruppenführer + 8 Mannschaftsmitglieder
• Tragkraftspritze FP 8/8 (Pumpenleistung 800 l/min bei 8 bar Ausgangsdruck)
• Heckpumpe 800 l/min Wasserfördermenge
• 600 l Wassertankinhalt
• Stromerzeuger – Leistung: 9 KVA
• 4 Atemschutzgeräte
• Feuerwehrtechnische Beladung für Löscheinsätze / einfache technische Hilfeleistung
• Besonderheit: Schlauch-Pack C 30m mit angeschlossenem Hohlstrahlrohr
• Mobiler Rauchverschluss
• Allradantrieb 125 kW (170 PS), zul. Gesamtgewicht 9,5 t
• Hersteller Mercedes Benz
• Typ Atego 917
• Baujahr 2000, LKW-Führerschein (Klasse C)





RW1



Der Rüstwagen (RW) ist ein Feuerwehrfahrzeug, dass bei der technischen Hilfeleistung eingesetzt wird.

Dazu steht umfangreiches Werkzeug und Spezialgerät zur Verfügung, mit dem Personen nach Unfällen (meist im Straßenverkehr) aus ihren Notlagen befreit werden, Umwelt schädigende Substanzen aufgefangen, Einsatzstellen ausgeleuchtet und diverse andere Aufgaben erfüllt werden können.

Die Besatzung besteht nur aus drei Mann, genauer: einem Trupp (0/1/2). Darum wird der Rüstwagen praktisch nie allein, sondern zusammen mit anderen Fahrzeugen im Rüstzug oder auch zur Unterstützung eines Löschzugs eingesetzt. Der Rüstwagen ist auf einem Allradfahrgestell aufgebaut.

An der Fahrzeugfront befindet sich eine Seilwinde mit 50 (Minimalforderung) bis 100 kN Zugkraft (5–10 t). Der Stromerzeuger hat eine Mindestleistung von 23 kVA. Auf einem RW liegen ca. 308 Einzelteile bei (Standardbeladung). Hinzu kommen individuelle Zusatzbeladungen.

Auf dem Rüstwagen befindet sich nach aktueller Norm außer Feuerlöschern (zwei mit Löschpulver und einer mit Löschschaum) sowie einer Feuerlöschdecke keine weitere Ausrüstung zur Brandbekämpfung. Zu der umfangreiche Ausrüstung für die Technische Hilfeleistung zählen unter anderem eine umfangreiche Strom- und Beleuchtungsausstattung, Motorsäge, Säbelsäge, Trennschleifmaschine, ein Mehrzweckzug, Elektronik-Bohrhammer, Akku-Schrauber, Bohr- und Abbruchhammer, Hebekissensatz, Plasmaschneider, hydraulischer Rettungssatz, Dichtungskasten, Verkehrsunfallkasten, Elektro-Werkzeugkasten, Wathosen, bestimmte weitere Schutzkleidung, Baustützen, Kanthölzer sowie Zubehör.

Fahrzeugdaten
Bezeichenung: RW 1
Besatzung: 1/2/3
Funkrufname: (Trier) 12/51/1
Zul. Gesamtmasse: 7.5 Tonnen


Fahrzeuge
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